Die Neuen

Der MV-FOTO e. V. zeigt Arbeiten 2015 aufgenommener Mitglieder.
Die Ausstellung wird vom 16. Januar bis 20. Februar 2016 in der MV-Fotogalerie zu sehen sein.
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Erkundungen

Junge Syrer, Afghanen und Kurden entdecken ihr fotografisches Talent

Weitere Ausstellungen in Schwerin und Hagenow

Als erste und bisher einzige im Land haben der MV­-FOTO e.V. und die Volkshochschule Schwerin syrischen, afghanischen und kurdischen Kindern und Jugendlichen ermöglicht, ihr Talent beim Fotografieren zu entdecken. Und ihre fotografischen Ergebnisse in einer Ausstellung in der MV­-FOTOGALERIE zu präsentieren. Die Sparkassenstiftung Mecklenburg-­Schwerin unterstützte dieses Projekt großzügig.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hatte zuvor die Soli­Aktion durch das „Bündnis für Bildung ­ Kultur macht stark“ und dem darin eingebetteten Ferienprogramm „talentCAMPus“ des Volkshochschulverbandes (DVV) ermöglicht. In den Sommer­ und Herbstferien hatten jeweils 18 Jungen und Mädchen im Alter von 10 bis ­17 Jahren eine Woche lang mit der Kamera die Landeshauptstadt erkundet. Das Interesse und die Begeisterung waren groß, denn die meisten der jungen Einwanderer blickten noch nie durch ein Kamera­objektiv. Deshalb sollten sie vor allem einen Blick fürs Motiv entwickeln. Jene Fähigkeit also, die einen guten Fotografen ausmacht. Es standen insgesamt 2500 Porträts, Reportage­ und Sach­Fotos, Aufnahmen aus der Pflanzen­ und Tierwelt sowie Natur­ und Street­Fotos. Die ausdrucksstärksten 80 Fotografien wurden für die öffentliche Präsentation gerahmt. Die Fotos dieser „Fotoschule“ gehen in den nächsten Monaten in weitere Expositionen an verschiedenen Orten ­ so in den Sparkassen Schwerin und Hagenow und dem Stadthaus sowie der VHS Schwerin ­ unter dem Titel „Erkundungen“ ein. Der MV-­FOTO e.V. und die VHS Schwerin werden Nachfolgekurse einrichten – zur Qualifizierung für die Talente der abgeschlossenen Kurse und für den Einstieg in die Fotografie für andere Anfänger ­ auch für sozial benachteiligte Schweriner Kinder.

Übergreifendes Ziel des Projekt des MV­-FOTO e.V. ist es, die talentiertesten jungen Menschen zu befähigen, ausstellungsreife Fotografien zu machen ­ erste und wichtige Grundlage für ein mögliches Studium bzw. eine Ausbildung im IT­ und Medienbereich.

 

Impressionen:


Fotos: © Angelika Lindenbeck

Unschärfe

Schwerin – Nicht nur für die experimentierfreudigen Fotografen dürfte der 1. öffentliche Galerieabend des Jahres interessant sein. Die profilierte Künstlerin und Fotografenmeisterin Christine Jörss-Munzlinger  kam am Mittwoch, den 20.01.2016, in der MV-Fotogalerie mit ihren Gästen über die Unschärfe ins Gespräch.

„Anders gesagt: Es ging um das wunderbare Verschwinden der Schärfe als Eigenart und Gestaltungsmittel in der Fotografie“, so die Sternbergerin.

Das Mitglied des MV-FOTO e.V. sprach in ihrem Vortrag über das Know-how und ihre Auffassung mit Bildbeispielen von Topfotografen sowie Beispielen der aktuellen Kunst.

 

Christine Jörss-Munzlinger_Vortrag-Unschärfe_MV-Foto_1

Im Rhytmus der Natur

16 Fotoschüler und Fotoschülerinnen aus Mecklenburg zeigten Bilder aus den Jahreszeiten.

 

Kulturnacht 2015

Großer Andrang bei der Porträt-Aktion des MV-FOTO e. V. in der Schweriner Kulturnacht.

Die Anstrengung war ihnen an den Augen abzulesen. Außerdem  hatten sie platte Füße. Anne Jüngling,  Dirk Wenzel und Benjamin Brocks  plumpsten am Sonnabend-Abend um 21.30 Uhr erschöpft auf die Stühle der Fotogalerie. Dreieinhalb Stunden, fast ununterbrochen fotografieren – das schafft sogar die Profis vom MV-FOTO e.V.  Der Ansturm war einfach überwältigend. Frau Ute Brüßler kann das anhand ihrer Strichliste nachweisen:

Exakt 154  Besucher  haben sich bei der Aktion des landesweiten Fotovereins zur Schweriner Kulturnacht  porträtieren lassen!  Kleine Genugtuung für die Fotografen und willkommener Effekt für den Verein: Für die „Fotos to go“, Hochdeutsch  – Porträts zum Mitnehmen – waren die Allermeisten bereit, ein paar Euro in die Spendendose des MV-FOTO e.V. zu werfen.

Noch wichtiger war den Machern des Abends jedoch, dass sie einen Einblick in die Arbeit sowie die Angebote des MV-FOTO e.V. geben konnten. Und das Können ihrer Mitglieder natürlich. Denn wer bot an diesem Sonnabend schon „unmögliche“ und „mögliche“ Porträts – so im Vorbeigehen – an?


Zum einen kamen die Liebhaber der Sofort-Bilder, also von Polaroid Fotos, auf ihre Kosten.

Dirk Wenzel offerierte die „impossible“ Form dieser Aufnahmetechnik. Nicht umsonst tragen seine Aufnahmen den Titel „unmöglich“. Mit seiner Polaroid-Kamera aus den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts lichtete er die Besucher ab.  Das Spannende und Interessante an dieser Technik ist, dass man je nach Entwicklungszeit  ein Bild von sich in der Hand hat, dass es so nur einmal gibt. Wenzel empfahl deshalb nicht umsonst seinen  Porträtierten, die Aufnahme müssen sich am warmen Körper entwickeln – je länger, desto besser und desto überraschender das Ergebnis! Aber besser nicht in der Gesäßtasche, dann werden sie zumeist geknickt.

Ebenfalls Unikate vergab Benjamin Brocks.  Er fotografierte die Besucher mit der Polaroid-Kassette einer Mittelformat-Kamera.  Hier reduzierte sich die Entwicklungszeit auf 30 s, oder, wie Brocks schelmisch einwarf, gefühlte 2 Minuten. Auch hier waren die Effekte auf den Fotos unnachahmlich und die Bilder ebenfalls einmalig.

Die Polaroids waren natürlich die Favoriten. Aber auch die digitalen Aufnahmen von Anne Jüngling waren sehr gefragt. Mit Humor und Einfühlungsvermögen „blitzte“ sie mit einer mobilen Anlage „ihre“ Gäste.  Diese konnten ihre Fotos zwar nicht gleich mitnehmen,  aber am Tag darauf mit dem Link zum Download ihre Aufnahmen „herunter laden“.  Was die Besucher überraschte und ebenfalls sehr gut ankam.

Rundherum eine gelungene Veranstaltung  zudem deshalb, weil viele weitere Fotoliebhaber sich zwar nicht porträtieren lassen,  jedoch unbedingt die Ausstellung  „Leben in MV“ sehen wollten.

Deshalb: Der MV-FOTO e.V.  ist im nächsten Jahr bei der Schweriner Kulturnacht wieder dabei.